
Lasswell-Formel1
Ähnlich der journalistischen W-Fragen bedient man sich in der Medienwissenschaft oft und gerne der sogenannten „Lasswell-Formel“:
who says what in which channel to whom with what effect?
Zu deutsch:
Wer sagt was in welchem Kanal zu wem und mit welchem Erfolg/Effekt?
Sie geht auf den Kommunikationswissenschaftler Harold Dwight Lasswell zurück und dient im Prinzip der groben Beschreibung und Einteilung des Kommunikationsprozesses in der Öffentlichkeit.
Jetzt hat das Ganze eigentlich gar nichts mit Quantified-Self zu tun mag der Eine oder Andere jetzt denken. – Und damit mag er/sie Recht behalten. Aber so wie die Laswell-Formal einen kurzen und prägnanten Überblick über den Prozess der Massenkommunikation gibt, so würde ich gerne einen Überblick über das ebenfalls komplexe Thema Quantified-Self schaffen. Nicht nur für die Leser dieses Blogs, sondern auch für mich selbst.
Um um eine Struktur in die zukünftigen Beiträge zu bringen möchte ich diese Formel zweckentfremden und durch eine kleine Grafik eine Übersicht über den weiteren Fahrplan des Blogs geben.
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Übersicht zur besseren Einordnung der Beiträge
Klasse, oder?
Großartig 😀 Die Frage bleibt nur, wo befinden wir uns in deinem E-Portfolio?
Die (in Anlehnung an die Lasswell-Formel) gebastelte Grafik soll einfach einen Überblick für folgende Beiträge geben. Das heißt wenn sich ein zukünftiger Beitrag mit Nutzerzahlen beschäftigt, dann gehört das zum Feld „Wer“.. Wenn es um eine spezielle App geht geht es wiederum um das „Was“ usw… 😉 Mein Portfolio handelt allgemein von Quantified Self und soll alle fünf Blöcke der Grafik betrachten.
Ok, dadurch wird dein Vorhaben auf jedenfall wesentlich deutlicher. So wie ich es verstanden habe, möchtest du dich nicht auf einen Teil der Formel fixieren. Kleiner Kleiner Tipp: Zeige in den jeweiligen Beträgen auf, an welcher Stelle du dich in der Formel befindest, z.B. bilde die Grafik zu Beginn des Posts ab und färbe das entsprechende Feld in einer anderen Farbe 🙂
Viel Glück bei der Arbeit!
Ich finde das ist echt eine klasse idee von angelika – genau so solltest du das machen! 😉
Danke ihr beiden, das nehme ich mir zu Herzen!
In der kleinen Flowchart sind richtigerweise noch die Kategorien „wie häufig“ und „warum“ genannt.
Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass der Kommunikationsprozess wesentlich komplexer ist, als es die Lasswell-Formel darstellt. Ich würde das Lasswell-Modell daher um folgende drei Komponenten erweitern:
-„Motiv/ Intent“ : Welche Motivation hat der Absender, wenn er kommuniziert. Die Motive können sich drastisch von dem vordergründigen Inhalt unterscheiden.
-„Situative Faktoren/ environment“ : Ein Gespräch oder eine politische Rede auf einem zugigen Bahnsteig dürfte anders ausfallen, als in einem Kongressraum eines Hotels.
-„Sprachliche und nichtsprachliche Ausgestaltung/ technique“ : In Abgrenzung vom „channel“ sind hier sprachliche und nichtsprachliche Ausdrucksformen gemeint (Lautstärke, Gestik, Mimik, Form und Farbe, Häufigkeit, Zeit)
Der Regelkreis der Kommunikation hätte somit mindestens acht Komponenten/ Variabeln, die es bei der Analyse zu betrachten gilt.
Ich verstehe die Analyse des „effect“ als umfassenden Evaluationsprozess und nicht als schlichte Beschreibung dessen, was lediglich messbar ist.
good night and good luck