Die US National Library of Medicine hat eine von Joshua H West, PhD, MPH verfasste Studie veröffentlicht, die sich mit dem Einfluss von Anwendungen auf mobilen Endgeräten auf das öffentliche und individuelle Gesundheitsbewusstsein beschäftigt.
Den Originaltext gibt es hier zu lesen.1 Für alle Vielbeschäftigten möchte ich die Ergebnisse kurz vorstellen:
Joshua H. West, Ph.D., M.P.H., der 2008 seinen Doktorgrad im Fach “Emphasis in health Behavior” an der San Diego State University beendet hat, lehrt heute als Assistant Professor, Department of Health Science an der Brigham Young University, das sich mit der Untersuchung, Planung und Implementierung von gesundheitlichen Fragestellungen und Themen beschäftigt, die für die Öffentlichkeit von Bedeutung sind.2
Soll heißen der Mann hat Ahnung und verdient es an dieser Stelle genannt zu werden. 😉
Mit Verweis auf meine Wegweiser-Grafik aus meinem letzten Artikel befinden wir uns hier sowohl beim Baustein “Was” aber vor allem auch mit dem eng damit zusammenhängendem “Warum”
Jeder neue Erfindung geht etwas voran. Also der Glühbirne der Strom, dem Ackerbau der Pflug und so weiter.. Die Voraussetzung für den heutigen Boom und stetigen Fortschritt, der in den Medien so oft zitierten Themen wie “Big-Data”, “Cloud Computing” und auch “Quantified-Self”, ist also die weltweite Vernetzung von Computern, speziell natürlich die Erfindung des word wide web. Neben einem allgemein stetig steigenden Interesse an gesundheitlichen Themen der letzten Jahre sind es vor allem die technologischen Errungenschaften und die Entwicklung des Internets, von einem Medium, dass sich immer mehr durch ein neues Spektrum an passiven Kommunikationsformen auszeichnet.
O-Ton dazu von Kevin Patrick, MD:
(…)the transformation of the Internet from a medium requiring conscious engagement through language or visual-based devices to one that supports a wide array of communication through passive “use” while at the same time becoming ubiquitous.3
Aus dieser Transformation ist eine riesige Vielfalt an Applikationen entstanden.
(Im Jahre 2016 schätzt man die kumulierten downloads in der weltweiten App-Industrie auf über 44 Billionen)4;
viele von ihnen entwickelt von Privatpersonen, als sogenannte „third-party applications“. In Apple’s App Store zum Beispeil finden sich tausende solcher Programme unter einer eigenen Kategorie „Gesundheit und Fitness“. Als führende Plattform für Smartphone Anwendungen beweist sie damit die große Nachfrage und das Interesse an Quantified-Self.
Aber wie lässt sich das erklären? Warum sind wir plötzlich so scharf darauf uns von Maschinen und Programmen vermessen und vergleichen zu lassen?Endlich bin ich auf ein Modell gestoßen, dass diese Mensch-Computer Interaktionen zu erklären versucht. Aber nicht mehr heute.
Damit es nicht nur Text gibt, kommt als Belohnung fürs Lesen ein Video über den neusten Stand der Vermessung des Ichs.
Beddit from Mikko on Vimeo.
Quantified-Blog
http://www.jmir.org/2012/3/e72/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed:+JMedInternetRes+(Journal+of+Medical+Internet+Research+(atom ↩
http://healthscience.byu.edu/About/StrategicPlan.aspx“ title=“BYU Health Science“ target=“_blank“>BYU Health Science ↩
http://www.jmir.org/2005/3/e23/ ↩
http://goo.gl/CR6Euf“ title=“Business Wire“ target=“_blank“>ABI Research on BUSINESS WIRE ↩
Sehr schön das du das Ganze mal veranschaulicht bzw. erwähnt hast. Das Apps an und für sich ein rieiges Potential haben, ist ja ohne hin klar. Aber das es gerade auch im „Fitness und Gesundheit“-Bereich so boomt ist ja für unseren Blog nicht gerade unbedeutend!Wir haben also die Zeichen der Zeit erkannt 🙂
Der Beitrag gibt uns auf eine sehr anschauliche Art eine Ahnung davon, in welch neue Dimensionen des Gesundheitsmanagements wir zur Zeit einsteigen. Ich wage die Prognose, dass hier eine ernsthafte Konkurrenz zur Pharma-Industrie heranwächst. Es ist für unsere Gesellschaft von größter Bedeutung, wenn diese Entwicklung von Anfang an kritisch begleitet wird. Zunächst geht es darum, den Überblick zu behalten. Dann wird sich sehr bald die Frage stellen, wer führt die unzähligen Anwendungen mit welchen Mitteln und Methoden zu einer menschen- und nutzerfreundlichen Gesundheitspflege zusammen? Eine echte Herausforderung!
Eine spannende Entwicklung, die du da beleuchtest! In der Tat ist Internetnutzung an sich mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund gerückt, quasi als ständiges „Hintergrundrauschen“. So sind wir stets erreichbar geworden und können auch, wie du es schön erklärt hast, unsere Gesundheitsdaten miteinander teilen. So nebenbei halt.
Frage an dich: Nutzt du solche Apps auch selbst?
ich selbst habe eine Zeit lang runtastic, den Klassiker unter den Lauf-Apps sozusagen, verwendet. Ich war tatsächlich überrascht wie cool es ist seine Fortschritte automatisch aufzeichnen und auswerten zu lassen. 😉
Das einzige was mich etwas stört ist das klobige Smartphone am Arm. Ich hatte mich deshalb bei der Marketing-Community trnd zum Test für die damals neue Galaxy Gear Smartwatch beworben. Diese ist kompatibel mit runtastic und lässt sich wie eine klassische Laufuhr am Handgelenk tragen. Das Interesse war allerdings wie so oft größer als das Angebot. Also kein Test-Kit für mich. Schade. 😉