Fitness-Apps – Aber welche?

eine Übersicht der "Most-Wanted"

Hallo Menschen!
Jetzt habe ich mich aber ganz schön lange mit dem „Warum“ der QS-App-Nutzung auseinander gesetzt.. Wer meinen letzten Artikel noch einmal nachlesen möchte findet ihn hier.
Um meiner Wegweiser-Grafik die verdiente Aufmerksamkeit zu gewähren will ich diesem Post den Fokus auf das „Was“ setzen.

Mit „Was“ meine ich die Geräte und deren Apps mit denen wir uns messen, vergleichen und verbessern wollen. Einleitend zur Fitness-Apps Nutzung könnt ihr euch auf Flo’s Beitrag die in den letzten Jahren unaufhaltsam gestiegenen Smartphone-Nutzerzahlen anschauen, die Quantified-Self ja überhaupt erst ermöglichen.
Auf statista.com bin ich ebenfalls auf eine interessante, aktuelle Grafik gestoßen. Die vorliegende Statistik zeigt die Ergebnisse einer Auswertung von research2guidance, welche sich auf „mobile Marktforschung“ spezialisiert haben,  zur Nutzung von Gesundheits- und Fitness-Apps in Deutschland.1

Statistik: Nutzeranteile von Gesundheits- und Fitness-Apps nach Kategorie in Deutschland im Jahr 2013 | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Zu sehen ist klar die Dominanz der Themenschwerpunkte „Ernährung & Kalorienzähler“ und „Training“, gefolgt von „Tracking“ und anderen. Auch interessant ist die Unterscheidung der Nutzeranteile in kostenlose und kostenpflichtige Angebote bei allen Kategorien. Hier fällt auf, dass im Bereich Ernährung/Kalorienzähler mit 37% deutlich mehr Nutzer auf kostenlose Angebote zurückgreifen als auf eine Bezahlversion (21%).

In der Kategorie „Training“ hingegen lässt ein gegensätzlicher Trend erkennen. Mit 42% überwiegt der Anteil der Nutzer von kostenpflichtigen (Premium-) Angeboten den Anteil derer, die nicht bereit dafür sind für solche Angebote Geld auszugeben. Die Bereitschaft Geld für solche Premiumangebote auszugeben verleiht meiner Meinung nach dieser Kategorie zusätzliche Bedeutung. Außerdem wage ich zu behaupten, dass Kalorienzähler-Apps bisher eher als Spilerei gesehen werden und sich noch in der Entwicklungsphase befinden. Ich glaube auch, dass die Tatsache, dass man die Nährwerte seiner Lebensmittel bei den meisten Angeboten manuell eingeben muss vielen Anwendern zu aufwändig ist. Motivation und Benutzerfreundlichkeit sind zu gering um den Nutzer zu einer Verhaltensänderung zu bewegen. (Siehe hierzu die Theorie des Behavior-Model)

Ganz anders sieht das bei Apps aus, die mit mit Sensoren die Körperfunktionen messen. Trainings-Apps wie z.B Runtastic erfreuen sich schon länger großer Beliebtheit. This item is no longer available. (id:336599882)

Das östereichische Startup hat sich in wenigen Jahren zu einem profitablen und weltweit führenden Anbieter mobiler Apps entwickelt. Kein Wunder, dass der Medienkonzern Axel-Springer letztes Jahr mehr als die Hälfte des Unternehmens aufgekauft hat.2

Was sagt ihr zur Statistik? Irgendwas Überraschendes dabei? Schon selber vermessen eigentlich? 😉

Quantified-Blog

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  1. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/275081/umfrage/nutzung-von-gesundheits-und-fitness-apps/ 

  2. http://www.format.at/articles/1340/963/367252/runtastic-axel-springer-konzern 

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About the Author

Fabian Liebrich

Fabian Liebrich ist ein weitestgehend erfolgreicher Student in den letzten Zügen eines Studiums der Angewandten Medienwissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau. Dieser Blog findet im Rahmen des Fachs "Digitale Kommunikation" statt und beschäftigt sich mit Themen rund um digitale Fitness, Apps und Gadgets.

3 Comments

  1. Hallo fabian-digifit,
    die beiden herausstechenden Kriterien hast du ja bereits erwähnt. Bemerkenswert finde ich allerdings, dass überhaupt ein so großer Anteil (2013: 37 % der heruntergeladenen mHealth-Apps waren Ernährungs- oder Kalorienzähler-Apps) an Downloads Gesundheitsapps waren. Es scheint gerade so, als würde durch die App-Nutzung ein neuer Gesundheitswahn ausbrechen… Beim S4 ist sogar eine derartige App vorinstalliert, wie ich hier gefunden habe: http://www.a1blog.net/2013/08/05/samsung-galaxy-s4-hilft-die-gesundheit-zu-fordern/. Mir scheint es, als wolle man den Entverbraucher anstubsen, sich doch mehr um seine Gesundheit zu kümmern… Fragt sich ob dies eine Hilfe ist oder eine unterschwellige Kritik.

    • Das mit dem S4 wusste ich gar nicht! Es scheint so als Läge das Interesse an einer gesunderen Einstellung nicht nur beim Endverbraucher sonder auch auf Kommunikatorebene!?
      Ich habe mir mal Gedanken gemacht und versuche gerade einen Eperten/Expertin zu finden um an ein par Insiderinformationen zu kommen und der Sache einen noch wissenschaftlicheren Drall zu geben! 😉
      Wünscht mir Glück!

  2. Ernährung und Fitness sind irgendwie die klassischen Themen der Kategorie Gesundheit. Schon immer gabs in vielen Magazinen zahlreiche Tipps dazu, wie man sich ein schönes Low-Carb Frühstück machen kann oder welche Strecke man unbedingt mal joggen sollte. Logisch, dass das Ganze auch bei Apps prima funktioniert, da das Interesse immer groß sein wird.
    Interessant ist, das Schlaf-Apps mit 10% einen recht großen Anteil haben. Welche Apps sind das im denn in etwa? Schlafphasenwecker?

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